Grundstücksbewertung bei Einbringung gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten

Die Einbringung eines Grundstücks aus dem Privatvermögen in das Gesamthandsvermögen einer Personengesellschaft ist ein tauschähnlicher Vorgang, wenn er gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten erfolgt. Die Bewertung hat bei der Personengesellschaft mit dem „Gemeinen Wert“ zu erfolgen. Er wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen ist (Verkehrswert).

Lässt ein Übertragungsvertrag durch eine Öffnungsklausel zu, dass spätere bessere Erkenntnisse die ursprünglich angenommene Höhe des „Gemeinen Werts“ verändern, ist dies bei Ereignissen innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss zu berücksichtigen.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)