Bei Mitvermietung von Hotelinventar ist zur Ermittlung des Gewerbeertrags keine erweiterte Kürzung vorzunehmen

Grundlage für die Ermittlung des Gewerbeertrags ist der nach den Vorschriften des Einkommensteuer- oder des Körperschaftsteuergesetzes ermittelte Gewinn.

Das Gewerbesteuergesetz schreibt Korrekturen dieses Gewinns durch Hinzurechnungen und Kürzungen vor. U. a. wird der Gewinn um 1,2 % des Einheitswerts des zum Betriebsvermögen des Unternehmers gehörenden (inländischen) und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes gekürzt. Eine Sonderregelung gilt für Grundstückseigentümer. Auf Antrag wird bei Vorlage weiterer Voraussetzungen (u. a. sind neben der Verwaltung und Nutzung von eigenem Grundbesitz nur bestimmte, aber nicht begünstigte Tätigkeiten erlaubt) der Gewinn um den Teil des Gewerbeertrags gekürzt, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entfällt (sog. erweiterte Kürzung).

Das Finanzgericht Köln hat entschieden, dass diese sog. erweiterte Kürzung ausgeschlossen ist, wenn neben der begünstigten Verwaltung und Nutzung (Vermietung) eigener Hotelgrundstücke auch das Hotelinventar mitvermietet wird. Eine allgemeine Geringfügigkeitsgrenze für nicht begünstigte Tätigkeiten (z. B. Mitvermietung von Inventar) gibt es nach Auffassung des Gerichts nicht.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.